Es war ein Tag wie jeder andere in der regnerischen Stadt Forks – okay, vielleicht gehörte das Haus nicht direkt zu Forks dazu, denn es war außerhalb, aber das interessiert jetzt nicht.
Alice tänzelte in unmenschlicher Geschwindigkeit durch den Raum und stellte alle Pflanzen und andere verderbliche Sachen im Haus um, obwohl es nicht nötig war, das Haus besser aussehen zu lassen; welche Person würde dem Haus schon einen Besuch abstatten und es bemerken? - es war einfach nur ein Weg sich mit irgendetwas zu beschäftigen.
Während sie rannte hörte sie Jasper und Emmett, die eine Diskussion über ein Wrestling Match führten, welches Emmett am vorigen Tag verloren hatte, und deshalb Jasper um Revange zu bitten.
Edward schüttelte seinen Kopf; er saß am Klavier und spielte Esme's Lieblingslied. Alice konnte ihm an seinem Lächeln ansehen, dass Jasper seinen Widerwillen nur vortäuschte, nur um Emmett zu ärgern und als sie ihren Mann mit Hilfe einer Vision ansah, konnte sie seine Emotionen ebenfalls von seinem Gesicht ablesen.
Emmett konnte dies natürlich nicht. Rosalie saß auf der Couch und starrte durch den Raum – genauer gesagt in das Fenster ihr gegenüber, wo sie sich selbst betrachtete.
Esme versuchte sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren, aber wie jedes Mal, wenn Edward spielte – besonders diesen einen Song – hörte sie damit auf und ließ sich von innerem Frieden ausgleichen.
Carlisle war momentan nicht zu Hause, obwohl er jede Minute kommen müsste; er arbeitete im Krankenhaus und zog es vor in den Ferien später zu arbeiten. Seine menschlichen Mitarbeiter sollten den heutigen Tag, denn es war Weihnachten, frei haben, damit sie zusammen mit ihren Familien feiern konnten.
Es waren gerade mal fünf Minuten vergangen, als man ihn die Auffahrt entlang fahren hören konnte und drei Sekunden später erschien er in der Tür, mit einer Box in den Armen. Er betrachtete die Box auf sonderbare Weise, da es weder eine Adresse, noch etwas Ähnliches auf dieser Box gab.
„Was ist das?“, fragte Emmett.
„Es ist eine Box.“, stichelte Jasper seinen ohnehin gereizten Bruder. Emmett funkelte ihn an, wandte sich dann aber wieder ab, obwohl jeder in seinem Blick sehen konnte, dass er jederzeit für alles bereit war.
„Ich bezweifle, dass es gefährlich ist.“, sagte Edward, der Carlisle am Nächsten stand. Er betrachtete das Paket ebenfalls und teilte dann offensichtlich die Sorge seines Vaters. „Obwohl, wir haben Niemanden gehört, der es hier gelassen hat.
„Es ist nur eine Box, nun öffnet es doch endlich!“, sagte Emmett ungeduldig, „Und dann können Jasper und ich endlich..“
„Ich habe dir bereits gesagt, dass ich dir keine Revange geben werde.“, antwortete Jasper genervt, doch um Edward's Mundwinkel zuckte es.
Carlisle öffnete die Box mit nervösem Gesichtsausdruck und zog vier Bücher hervor. „ Twilight, New Moon, Eclipse und Breaking Dawn.“ , las Carlisle jeden Buchtitel vor. „Ich habe noch nie von ihnen gehört.“
„Also für mich sehen sie wie Romane aus. Vielleicht langweilige Liebesromane.“, grinste Emmett. „Normalerweise nicht dein Fall.“
„Lasst uns nachsehen.“, sagte Alice, nahm das erste der vier Bücher und drehte es zur Rückseite um. Sie las es in weniger als einer Sekunde, war sofort ziemlich fasziniert und wollte herausfinden wer sich verlieben würde, und zwar in den... Schnell stoppte sie ihren Gedanken, als der gerade noch nicht genannte Vampir sie neugierig musterte, und rannte hoch in ihr Zimmer, um dort die anderen drei Bücher zu verstecken, bevor sie wieder zurück kam. „Ich denke, wir sollten diese Bücher zusammen lesen.“
„Warum?“, fragten mehrere Stimmen gleichzeitig. Niemand war bis zu diesem Punkt daran interessiert gewesen, diese Bücher zu lesen.
„Ich denke, es könnte interessant werden..“, sagte Alice mit einem lässigen Achselzucken, während sie in ihrem Kopf die ganze Zeit über die amerikanische Nationalhymne ins spanische übersetzte, um Edward nicht ihre Gedanken lesen zu lassen.
Edward sah sie an und verstand nicht, wieso sie alles daran setzte, ihn nicht ihre Gedanken lesen zu lassen, und so nahm ihn die Neugierde langsam ein. Sie wusste, dass er es hasste, wenn sie etwas vor ihm geheim hielt.
„Also gut, ich beginne.“ Alice Gesicht leuchtete einen Moment, als sie sich an den Tisch setzte. Alle anderen taten es ihr gleich, nun etwas an dem Inhalt der Bücher interessiert.
„Vorwort.“, las Alice laut.
Ich hatte nie groß darüber nachgedacht, wie ich sterben würde -
„Du bist bereits Tod.“, kicherte Emmett. „Warum solltest du also auch?“
„Du wirst sie jetzt doch die ganze Zeit unterbrechen, oder?“, fragte Rosalie ungeduldig, obwohl sie nicht so aussah, als ob es sie interessieren würde.
„Oh, wir werden mich alle des Öfteren unterbrechen.“, lachte Alice leise. „Und dafür muss ich meine Gabe nicht einmal benutzen.“
„Hm.“, sagte Edward nachdenklich, während er seiner Schwester einen nachdenklichen Blick zuwarf, als diese nun ins Lateinische zu übersetzen begann – die fünfte Sprache nun.
Obwohl ich in den vergangenen Monaten allen Grund dazu gehabt hätte. Und wenn, wäre meine Vorstellung ohnehin eine andere gewesen.
Mein Blick war auf die dunklen Augen des Jägers geheftet, der am anderen Ende des langgezogenen Raumes stand und mich freundlich betrachtete. Ich atmete nicht.
„Denkt ihr, es ist ein Vampir?“, fragte Esme. „Ein armer Mensch wird von einem Vampir gejagt?“
„Klingt plausibel für mich.“, erwiderte Carlisle. „Es könnte ein Grund dafür sein, dass, wer auch immer es gewesen ist, uns diese Bücher gebracht hat.“
„Oh, da gibt es noch viel mehr Gründe..“ Alice kicherte und Edward betrachtete sie mit zusammengekniffenen Augen.
Es war ganz sicher eine gute Art zu sterben – anstelle eines anderen, eines geliebten Menschen.
„Ja, das ist ein guter Weg zu sterben.“, sagte Edward und warf einen Blick in die Runde, sah jedem kurz ins Gesicht, und sie alle sahen so aus, als teilten sie seinen Gedanken.
Alice runzelte die Stirn. 'Du hast nicht mehr oder weniger Recht auf das sterben als jeder von uns, Edward.' Edward seufzte und sein Blick huschte von Jasper zu Alice, mit einem Blick, den einzig allein Alice zu deuten wusste.
Sie wusste auf Grund ihrer beiden Gaben sehr viel über ihren Bruder. 'Ich weiß, dass du jeder Zeit dein leben für einen von uns geben würdest. Du würdest nicht nur einen von uns schützen, sondern auch seinen Seelenverwandten. Aber Edward, wir alle lieben dich ebenfalls. Es würde auch uns umbringen, wenn wir dich verlieren würde.. Wenn ich dich verlieren würde..'
Ja, sie wollte auf keinen Fall ihren Lieblingsbruder verlieren. Sie vernahm sein leichtes Augenverdrehen als ein 'Wie auch immer' und begann weiter zu lesen.
Es war sogar Edel. Das musste etwas wert sein.
Wäre ich nicht nach Forks gegangen,
„Forks?“, fragten alle wie aus einem Mund und Alice kicherte, als sie dachte, dass sie recht hatte. Und bevor Edward etwas heraushören konnte, übersetzte sie weiter.. diesmal ins russische.
„Bedeutet das etwa, dass diese Person über einen von uns redet?“, fragte Jasper und tarnte nicht einmal die Sorge in seinem Blick, veränderte die Gefühle der anderen nicht.
„Ich glaube nicht, dass du dir Sorgen machen musst.“, hauchte Alice mit zuckersüßer Stimme, obwohl sie Edward, bevor sie weiterzulesen begann, einen flüchtigen Blick zuwarf.
würde ich jetzt nicht dem Tod ins Auge blicken, das stand fest. Doch trotz meiner Angst konnte ich mich nicht dazu bringen, die Entscheidung zu bereuen.
Wenn einem das Leben einen Traum beschert, der jede Erwartung so weit übersteigt wie dieser, dann ist es sinnlos zu trauern, wenn er zu Ende geht.
Der Jäger lächelte und kam ohne Eile auf mich zu, um mich zu töten.
„Also, das ist doch mal ein fröhlicher Beginn.“ Emmett grinste. „Ich glaube, ich möchte diesen Mensch, wer auch immer er oder sie ist, kennenlernen.“
„Das war das Vorwort. Ich denke, ich werde einfach mit dem ersten Kapitel weitermachen.“, sagte Alice und blätterte um..
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Hallo
ReplyDeleteschönes Kapitel lese jetzt das nächste fande deine Idee schon damals toll.
Lg. Alice